Positive Visionen statt Politik mit der Angst

Bild Positive Visionen statt Politik mit der Angst(Döbeln/07.01.2013)

FDP-Dreikönigstreffen: Döbeln hat ein starkes industrielles Herz / Die Sachsen kommen wieder zurück

(Döbeln/07.01.2013) Das Gehörte gab zu Denken und zu Lachen – vor dem und während des FDP-Dreikönigstreffens gestern im Döbelner WelWel. Während im Wintergarten die Liberalen die Plätze einnehmen, hören die zuletzt Eintreffenden im WelWel-Foyer noch die ernüchternden Radiomeldungen aus Stuttgart: FDP-Bundesvorsitzender Philipp Rösler unter Beschuss aus den eigenen Reihen... So wünscht der FDP-Mittelsachsen-Vorsitzende André Quaiser den Anwesenden zuerst „bessere Zeiten für FDP“ und hat mit der Erwähnung der Parallelveranstaltung in Stuttgart die Lacher auf seiner Seite. Bevor sich Marco Weißbach als FDP-Bundestagskandidat vorstellt, sorgt Torsten Herbst, FDP-Generalsekretär und Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, in Eckart-von-Hirschhausen-Manier für erneute Lacher, unter anderem mit den Worten: „Was die FPD-Oberen über ihre Führung sagen, kann einem auf die Gesundheit schlagen.“ Nach Ausflügen in die sächsische Bildungspolitik oder gelockerte Baumschutzsatzung sagt Herbst: „Heute wird viel Politik gemacht mit der Angst der Menschen vor allem Möglichen, ob Kernkraft, Genmais oder Schiefergasförderung. Es muss auch eine politische Kraft geben mit positiven Visionen für die Zukunft, und das ist die FDP.“

Zuvor wird in Döbeln zuerst auf Sachsen geschaut. Quaiser stellt fest: „Sachsen hat einen Haushaltsplan ohne Schulden. Welches Bundesland hat das schon?“ Er verbucht das ebenso als Erfolg für die in Sachsen mitregierende FDP wie die vom Döbelner Ortsvorsitzenden Rocco Werner angestoßene Initiative für die Heimatautokennzeichen. Was in der Öffentlichkeit gern als vermeintlich kleines Thema abgetan werde, habe mit Heimat und den Menschen zu tun, steigt Hartmut Fiedler in dieses Thema ein: „Dass es den Menschen wichtig ist, sieht man daran, wie viele sich in den ersten zwei Wochen ihr neues altes Kennzeichen geholt haben.“ Als Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr lässt Fiedler ein Schlaglicht auf die Döbelner Region fallen und bringt sie mit einem der FDP-Ziele in Zusammenhang: „Döbeln hat ein starkes industrielles Herz. Es gibt nicht nur Leuchttürme in Dresden oder Leipzig.“ In allen Regionen sei der Mittelstand ein Fundament für Wirtschaft und Wohlstand. Für die Arbeitsmarktentwicklung für nötig befindet Fiedler den Ausbau des Breitbandnetzes: „Wirtschaft entwickelt sich, wo Internet flächendeckend verfügbar ist.“ Nicht umsonst habe sich Sachsen nach Jahren der Abwanderung nun zum Zuwanderungsland entwickelt – weil Sachsen zurück kommen. Auch das zeuge davon, dass sich wirtschaftliche Strukturen hier stabilisieren und dies weiter tun müssen. (Steffi Robak)

Quelle: Döbelner Allegemeine Zeitung vom 07.01.2013

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